Geschichte


Die Herkunft des Rhodesian Ridgebacks kann auf den Afrikanischen Jagdhund, der verwendet wurde, um Großwild wie Löwen und Geparde aufzuspüren, zurückgeführt werden. Bereits früh in seiner Herkunft war der Ridgeback für seine Loyalität, sein mildes Temperament, und seinen Mut renommiert. 

 

Geographisch kann die Rasse an Äthiopien oder den Südsudan zurückgeführt werden. Eine Zeichnung in einem ägyptischen Grab (4000 v.Chr.) zeigt einen Hund mit Hängeohren und dem, was ein Ridge auf dem Rücken zu sein scheint. Es handelte sich hier höchstwahrscheinlich um den Vorfahren der Hunde, die später von dem afrikanischen Khoikhoi-Stamm domestiziert wurden.

 

Der früheste Beweis der Jagdhunde der Hottentotten ist ein Stein in der Nähe von Rasape in Simbabwe. Die Malerei auf dem Stein zeigt die Vorbereitungen für das Begräbnis eines Häuptlings. Die wertvollsten Besitze, Rinder, Schafe und Jagdhunde sind abgebildet.

Eine Gravur von Dr. David Livingston zeigt Khoikhoi-Jäger mit ihrem Jagdhund mit Haarkamm. Die Zeichnung wurde während seiner Reise als Missionar durch Südafrika erstellt. David Livingston „Die Erschließung Des Dunklen Erdteils“ (1857)
Eine Gravur von Dr. David Livingston zeigt Khoikhoi-Jäger mit ihrem Jagdhund mit Haarkamm. Die Zeichnung wurde während seiner Reise als Missionar durch Südafrika erstellt. David Livingston „Die Erschließung Des Dunklen Erdteils“ (1857)

Hunderassen mit Haarkamm existieren auch in Thailand, Kambodscha und anderen asiatischen Gegenden. Es ist nicht möglich festzustellen, ob die Haarkamm-Rassen aus dem Osten nach Afrika immigriert sind, oder andersherum. Es ist auch möglich, dass sie sich komplett unabhängig voneinander entwickelt haben.

 

Der Khoikhoi Hund: Vorfahren der Ridgebacks wurden ziemlich sicher von den Khoikhoi gehalten. Die Khoikhoi waren die Bevölkerung, die die Europäer als ersten fanden, als sie am Kap der Guten Hoffnung ankamen. Die Khoikhoi waren vor ein paar Jahunderten zuvor von den Großen Seen in die Region emigriert und nahmen, abgesehen von großhornigen Ochsen und Fettschwanzschafen, einen klein- bis mittelgroßen Hund (45 cm, gespitzte Ohren, einen Haarkamm auf dem Rücken, ein scheußliches Temperament, Beschützer und Jäger) mit.

 

Als die europäischen Buren im 16. und 17. Jahrhundert in Südafrika eintrafen, führten sie ebenfalls Hunderassen wie u.a. den Mastiff, die Deutsche Dogge, den Bluthund, den Pointer, den Staghound und den Greyhound ein. Diese Siedler brauchten einen Hund, der sowie warme als auch kalte Temperaturen, limitierten Wasserzugriff und groben Busch aushalten und die Pflichten eines Wachhundes und eines Jagdhundes erfüllen konnte. Durch das Kreuzen ihrer europäischen Hunde mit den einheimischen Khoikhoi-Jagdhunden (Die durch einen Haarkamm, an dem die Haare in die entgegengesetzte Richtung des restlichen Fells wuchsen, charakterisiert wurden) produzierten sie genauso einen Hund. Diese Hunde jagten mithilfe ihrer Sicht und ihres Geruchssinnes und waren hingebungsvolle Beschützer der ganzen Familie.

 

Für mehr als 100 Jahre nach 1707 war die europäische Immigration nach Afrika blockiert. Infolgedessen war der Import von diesen und anderen europäischen Hunderassen limitiert und ihr Wert sehr hoch. Die Siedler brauchten also immer noch einen Hund, der ein paar Rebhühner erlegen, einen verwundeten Hirsch runterziehen und die Farm nachts vor wilden Tieren und Herumtreibern beschützen konnte. Der Hund müsse ebenfalls die Unerbittlichkeit des afrikanischen Busches und die extremen Temperaturunterschiede, die Hitze des Tages und die eiskalten Nächte, aushalten können.

Jagdhunde – Zwei davon mit einer Ridge auf dem Rücken. F.C. Selous „Travel and Adventure in Africa“ (1893)
Jagdhunde – Zwei davon mit einer Ridge auf dem Rücken. F.C. Selous „Travel and Adventure in Africa“ (1893)

In den 1870ern wurden mehrere dieser Hunde nach Rhodesien genommen, um Löwen zu jagen. Die Hunde verfolgten und belästigten die Löwen, bis der Jäger sie erschießen konnte. Sie waren so erfolgreich, dass sie als „Löwenhunde“ sehr beliebt wurden und der distinktive Ridge auf dem Rücken ein Markenzeichen für Qualität wurde. Bereits in den 1920ern gab es so viele verschiedene Typen der Ridge-Löwenhunde in Rhodesien, dass eine Sitzung gehalten wurde, um die wünschenswertesten Merkmale der Rasse festzustellen, welche immer noch die Basis für den heutigen Standard bilden. Hunde, die diesen Standard entsprachen, wurden Rhodesian Ridgebacks genannt (Der frühere Name „Löwenhund“ wurde als zu wild empfunden).

 

Daraus entstanden braune Hunde, die gute Gefährten waren, die nötige Ausdauer besaßen, lange Jagden abzuschließen und einen Löwen in die Enge treiben konnten, ohne selber verletzt zu werden. Diese fleißigen Hunde wurden manchmal auch „Afrikanische Löwenhunde“ genannt.

 

Die Rasse, die heutzutage als Rhodesian Ridgeback bezeichnet wird, wurde im Jahr 1922 dank der Leidenschaft, Beständigkeit und Tatkraft des Mr. Francis Richard Barnes etabliert.